Was genau macht Google so reizvoll, Dienste des als Datenkrake verschrieenen Internetriesen zu nutzen? Das mittlerweile weltweit zu einem der mächtigsten und wertvollsten Konzerne aufgestiegene Google bietet sämtliche Dienste kostenlos an, was derartig in diesem Umfang bei keinem Konkurrenten zu finden ist. Doch was bieten Googles Dienste wirklich? Gibt es überhaupt noch vergleichbare Leistungen von Konkurrenten, welche nicht ständig wegen mangelndem Datenschutz in der Kritik stehen? Oder bleibt dem modernen Internet-User nichts anderes übrig, als sich mit den Funktionalitäten von Google vertraut zu machen, um erfolgreich online agieren zu können? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, stellt das MECK in einer Beitragsserie die beliebtesten Angebote Googles vor und vergleicht sie mit im Netz verfügbaren Alternativen.
Dieser Teil bietet eine zusammenfassende Darstellung der Beitragsserie.
Weitere Teile der Serie
- Teil 1: Einführung
- Teil 2: E-Mail (Google Mail)
- Teil 3: Kalender (Google Kalender)
- Teil 4: Maps (Google Maps)
- Teil 5: Internet-Browser (Google Chrome)
- Teil 6: Webanalysen (Google Analytics)
- Teil 7: Zusammenfassung
Googles Dienste sind kostenlos
Googles Dienste profitieren maßgeblich vom vorhandenen Know-how und Ressourcen, die durch den finanziellen Erfolg der Suchmaschine aufgebaut werden konnten. Google kann es sich deshalb erlauben, zusätzliche in der Serie betriebene Services wie Analytics, Mail, Maps oder Kalender und noch viele weitere Dienste (siehe Teil 1 der Serie) kostenlos bereitzustellen. Das wirkt einerseits als Multiplikator für die Verbreitung und begünstigt andererseits eine hohe Kundenbindung der bereits häufig in Google-Werbung investierenden Unternehmen. Andere Anbieter haben es deshalb schwer, vergleichbare Dienste auf ähnlichem Niveau kostenlos anzubieten.
Google und die Alternativen
Die vorliegende Serie hat jedoch gezeigt, dass die Konkurrenz auch in der Lage ist, ähnlich attraktive Dienste kostenlos anzubieten. So zeigte sich beim Thema E-Mail Yahoos kostenloser E-Mail-Dienst hinsichtlich der Fülle an Funktionen und sonstigen Features als nahezu ebenbürtig.
Googles Kalenderdienst konnte aufgrund der Usability und den umfassenden Möglichkeiten zur Synchronisation mit mobilen Endgeräten die Konkurrenz in die Schranken weisen. Ein ähnliches Bild zeigte sich beim Vergleich von kostenlosen Kartendiensten. Google Maps bietet das umfassendste und hinsichtlich der Bedienung einfachste Gesamtpaket, welches die größte Funktionsvielfalt integriert.
Wie bereits in einer weiteren Beitragsserie des MECK beschrieben wurde, existieren neben Googles Browser “Chrome” am Markt vielerlei kostenlose und sehr gute Alternativen an Internet-Browsern. Bei diesem Vergleich konnte sich die Konkurrenz aufgrund der mangelnden Datenschutzpolitik seitens Google gegen dessen Produkt Chrome durchsetzen.
Programme für Webanalysen stehen aufgrund des mangelnden Datenschutzes allgemein in der Kritik. Als kostenlose Variante konnte Googles Dienst “Analytics” mit einer soliden und intuitiven Analyse begeistern. Die kostenpflichtige Konkurrenz bietet jedoch mehr Funktionalität und zeigt sich zudem konform mit aktuellen gesetzlichen Anforderungen. Aufgrund dieser Tatsachen geht der Vergleich von Webanalysediensten wie die nähere Betrachtung und Abwägung von E-Mail Lösungen unentschieden aus.
Quo Vadis, Google?
Erstaunlich ist, dass ein Unternehmen Google für sämtliche verglichene Bereiche eine kostenlose und meist sehr gute Lösung bereitstellt. Alle Dienste zeichnen sich dabei durch eine hohe Usability und Funktionsvielfalt aus, so dass der Vergleich von Google mit am Markt vorhandenen Konkurrenten als knapper Punktsieg für Google endet. Behält man dabei im Hinterkopf, dass hier ein einziges Unternehmen mit einer großen Vielzahl an Konkurrenten vergleichen wird, ist das Resultat der Vergleichsserie umso verwunderlicher. Google bietet ein außerordentlich breites Funktionsspektrum an gebündelten Diensten, wie es sonst nicht einmal ansatzweise im Web zu finden ist.
Ist einem Internet-User die oft mangelnde bzw. nicht ganz transparente Datenschutzpolitik des als “Datenkrake” bezeichneten Google kein Dorn im Auge, findet dieser im Online-Angebot von Google ein großes Angebot an kostenlosen Diensten, welches den alltäglichen Gebrauch mehr als deckt.
Um schließlich auf die Eingangsfrage der Artikelserie einzugehen: Zusammenfassend ist Google hinsichtlich der Breite und Funktionalität des Angebots äußerst reizvoll und einzigartig im Netz. Wer allerdings mit der zum Teil mangelnden Datenschutzpolitik nicht einverstanden ist, findet – wie in dieser Serie vorgestellt – zu jedem Dienst eine nicht immer ebenbürtige, aber meist akzeptable Variante.







