Vor einigen Wochen berichteten wir bereits, dass Google auf die Kritik der Datenschützer reagieren wollte. Im Google Analytics Blog wurde angekündigt, dass in den nächsten Wochen ein Plug-In für Google Analytics veröffentlicht werden sollte, mit dem Nutzer die Verfolgung ihres Surf-Verhaltens unterbinden können. Laut eigenen Aussagen arbeitet Google bereits seit letztem Jahr an dem Plug-In. Nun steht eine Beta-Version eines Deaktivierungs-Plug-In für Google Analytics auf den Seiten von Google zum Download bereit.
Anonymer Surfen mit dem Plug-In für Internet-Browser
Laut den Angaben auf der Google Website wird das Plug-In den Nutzern die Kontrolle über Datenerfassung von Analytics geben: “Das Deaktivierungs-Add-on für Browser von Google Analytics gibt dem Website-Besucher mehr Kontrolle darüber, welche Daten zu aufgerufenen Websites von Google Analytics erfasst werden. Das Add-on teilt dem JavaScript (ga.js) von Google Analytics mit, dass keine Informationen über den Website-Besuch an Google Analytics übermittelt werden sollen.
Falls Sie diese Funktion nutzen möchten, laden Sie das Add-on herunter und installieren Sie es für Ihren aktuellen Webbrowser. Das Deaktivierungs-Add-on für Browser von Google Analytics ist für Internet Explorer (7 und 8), Google Chrome (4.x und höher) und Mozilla Firefox (3.5 und höher) verfügbar.”
Auch Webmaster können am Datenschutz arbeiten
Webmaster können nun außerdem bestimmen, ob Google Analytics den letzten Teil der IP-Adressen der Besucher einer Website löschen oder beibehalten soll. Weiterhin ist dadurch eine Ortung der Nutzer möglich, jedoch wird das Gebiet wesentlich größer, als es bei der Erfassung der vollständigen IP-Adresse war. Ohne diese kann kein Nutzer eindeutig über die IP identifiziert werden, so dass keine Einwilligung der Besucher einer Website gemäß der Datenschutzgesetze und dem Beschluss des Düsseldorfer Kreises vom November 2009 nötig ist. Dazu muss folgender Code in die Tracking API von Google Analytics eingebunden werden: _gat._anonymizeIp(); Für Website-Betreiber mit regionalen Fokus wird die Einschränkung allerdings von Nachteil sein: Sie werden durch die Verkürzung der IP-Adresse keine lokalen Daten mehr erhalten.
Datenschutz nun gegeben?
Die Kürzung der IP-Adresse und das Plug-In scheinen ein großer Schritt zu sein. Erfahrungsgemäß nutzen jedoch viele Nutzer selten solche Plug-Ins. Gleichzeitig wird die Einbindung des Google-Codes nicht für jeden einfach sein. Besser wäre eine Deaktivierung über Button oder Häckchen. Insofern wird Google auch weiterhin viele Informationen über seine Nutzer sammeln können.






