Jüngst wurde die als unantastbar geglaubte Microsoft-Dominanz bei den Browsern durch einen Beschluss der EU-Kommission gebrochen: Seit dem 1. März 2010 wird der Nutzer eines Windowssystems nach einem automatischen Update mit einem Browserauswahlfenster konfrontiert. Doch welcher ist der beste und für die jeweiligen Bedürfnisse geeignetste Browser?
Das MECK stellt Ihnen in einer 7-teiligen Beitragsserie die fünft am meisten genutzten Browser vor (Internet Explorer, Mozilla Firefox, Safari, Opera, Google Chrome) und vergleicht im letzten Beitrag der Serie alle Kandidaten tabellarisch (Zusammenfassung). Wir beschreiben die wichtigsten Eckdaten, zeigen Usability sowie Features und berücksichtigen ebenfalls den wichtigen Aspekt Sicherheit. Im folgenden Beitrag wird Safari hinsichtlich aller Kriterien beleuchtet.
Steckbrief
Die Firma Apple ist seit langem Microsofts größter Windows-Konkurrent. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Apple seine Betriebssysteme nach anfänglicher Nutzung des Internet Explorers bald mit einem eigenen Browser ausstattete. Dieser nannte sich „Safari“ und war bis vor kurzem ausschließlich Mac-Benutzern vorbehalten. Seit der Versionsnummer 3.1 im Jahre 2008 steht der Browser allerdings allen PC-User kostenlos zur Verfügung und ist nach anfänglichen Stabilitätsproblemen mittlerweile problemlos in alle Windowssysteme integrierbar. Die aktuelle Downloadversion von Appels Safari ist 4.0.5.
Usability und Features
Hervorzuheben in der neuen Safariversion 4 ist der deutliche Geschwindigkeitsschub. Verschiedene unabhängige Testzeitschriften sehen diesen Browser hinsichtlich des Seitenaufbaus bzw. Darstellungsgeschwindigkeit von Websites auf den vorderen Plätzen mit deutlichem Vorsprung zum Internet Explorer und Firefox. Analog zu anderen Apple Produkten setzt auch der Browser auf grafische Elemente, so kann der Nutzer beispielsweise über die Funktion „Top Sites“ bequem alle favorisierten Internetseiten als Icons in einer Art Vorschau betrachten (siehe unten stehender Screenshot). Ein weiteres Feature, „Cover Flow“, erinnert an eine Tageszeitung: Bei Bedarf ist der bisherige Seitenverlauf hierbei wie eine Sammlung verschiedener Titelseiten zu durchblättern. Ebenfalls ist, wie bei den vorher betrachteten Browsern, ein Tab-basiertes Internetsurfen möglich. Negativ ist zu erwähnen, dass manch hilfreiche Funktion fehlt, wie z. B. eine Druckvorschau. Darüber hinaus ist eine durch den Firefox populär gewordene Erweiterbarkeit oder Anpassung des Browsers nicht möglich.

Funktion Top Sites von Apples Safari; Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/a/a2/Safari_%28Browser%29.png
Sicherheit
Beim Thema Sicherheit ist Apples Safari mit den gängigen Funktionen und dem üblichen Schutz sowie aktuellen Standards ausgestattet. Der Schutz gegen jegliche Art von Schad- und Spyprogramme funktioniert tadellos. Allerdings ist es nicht möglich, Internetseiten zu sperren bzw. zuzulassen. Weiterhin regelt Safari den Umgang mit abgelaufenen oder mangelhaften Zertifikaten nicht einheitlich, was die Sicherheit bei der Internetnutzung u. U. negativ beeinflussen kann.
Fazit
Schnell und zukunftssicher – der Internetbrowser Safari überzeugt durch einen sehr schnellen Seitenaufbau und unterstützt bereits heute die künftigen Webstandards, die sehr zur Bequemlichkeit der Nutzer beitragen und neue Features bereitstellen. Das Ergebnis hinsichtlich Usability ist zwiegespalten: Zum einen besitzt der Browser nützliche und sich von der Konkurrenz abhebende Funktionen wie „Top Sites“ oder „Cover Flow“, zum anderen fehlen zum Teil einfache, aber gängige Funktionen wie z. B. „Druckansicht“ gänzlich. Die Oberfläche wirkt sehr benutzerfreundlich und aufgeräumt. Im Vergleich zum Firefox bietet dieser Browser jedoch keinerlei Möglichkeiten, die Software den eigenen Bedürfnissen anzupassen oder mit neuen Funktionen zu erweitern. Sicherheitstechnisch leistet sich der Browser keine großen Schnitzer. Zusammenfassend ist erkennbar, dass der Safari aufgrund fehlender Funktionen für Anfänger weniger geeignet ist, für Fortgeschrittene und Profis ist er dank der hohen Geschwindigkeit und der Unterstützung neuster Webstandards wiederum ein Geheimtipp.
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Weitere Artikel der Beitragsserie
- Teil 1 – Einführung in die Beitragsserie
- Teil 2 – Internet Explorer
- Teil 3 – Mozilla Firefox
- Teil 4 – Safari
- Teil 5 – Opera
- Teil 6 – Google Chrome
- Teil 7 – Zusammenfassung
Quellen
- http://www.browser-vergleich.com/apple-safari.html
- http://portal.gmx.net/de/themen/digitale-welt/internet/8711098-Browser-Special-zum-Windows-7-Start,page=3.html
- http://www.pcgameshardware.de/aid,703645/Browser-Test-Firefox-gegen-Internet-Explorer-Firefox-36-mit-deutlichen-Performance-Verbesserungen/Internet/Test/
- http://de.wikipedia.org/wiki/Safari_%28Browser%29
- http://www.rp-online.de/digitale/internet/Die-fuenf-beliebtesten-Browser-im-Vergleich_bid_53033.html
- http://www.sueddeutsche.de/computer/922/506106/bilder/?img=5.0






