Jüngst wurde die als unantastbar geglaubte Microsoft-Dominanz bei den Browsern durch einen Beschluss der EU-Kommission gebrochen: Seit dem 1. März 2010 wird der Nutzer eines Windowssystems nach einem automatischen Update mit einem Browserauswahlfenster konfrontiert. Doch welcher ist der beste und für die jeweiligen Bedürfnisse geeignetste Browser?
Das MECK stellt Ihnen in einer 7-teiligen Beitragsserie die fünft am meisten genutzten Browser vor (Internet Explorer, Mozilla Firefox, Safari, Opera, Google Chrome) und vergleicht im letzten Beitrag der Serie alle Kandidaten tabellarisch (Zusammenfassung). Wir beschreiben die wichtigsten Eckdaten, zeigen Usability sowie Features und berücksichtigen ebenfalls den wichtigen Aspekt Sicherheit. Im folgenden Beitrag wird Opera hinsichtlich aller Kriterien beleuchtet.
Steckbrief
Die norwegische Unternehmen Opera Software ASA befasst sich seit über 10 Jahren mit der Entwicklung des Internetbrowsers Opera und stellt diesen seit der Version 8.5 im Jahre 2005 kostenlos zur Verfügung. Dieser Browser gilt hinsichtlich vieler Features als technischer Vorreiter, so dass viele neue Funktionen erstmals im Opera realisiert und folglich benutzt werden können, bevor diese im Laufe der Zeit von anderen Browsern flächendeckend übernommen werden. Der Bekanntheitsgrad des somit höchst innovativen Operas in der aktuellen Version 10.51 wurde v. a. durch das Browserauswahlfenster deutlich gesteigert und konnte den zuvor relativ geringen Marktanteil jüngst stark ausbauen.
Usability und Features
Ähnlich wie Apples Safari hat der Opera in der neusten Version deutlich an Geschwindigkeit zugelegt. Liegt nach wie vor in vielen ländlichen Gebieten eine langsame Internetverbindung vor, kann der Browser durch einen sogenannten “Turbolader” die Darstellung von Webseiten deutlich beschleunigen, indem nur ein komprimierter Teil entsprechender Daten geladen wird. Wie bereits erwähnt ist der Opera Vorreiter vieler technischen Funktionen: So beherrschte er seit der ersten Version das in früheren Teilen der Serie beschriebene “Tabbed-Browsing”. Die Tabs sind dabei skalierbar, sodass Miniaturansichten der Webseiten unter den entsprechenden Tabs visualisiert werden können. Favorisierte Seiten lassen sich in nur einem Fenster ähnlich wie bei der “Top-Sites” Funktion des Browsers Safari übersichtlich anzeigen. Neuste Funktionen ermöglichen es sogar, den Opera als Webserver zu verwenden, um einfach Daten auszutauschen. Firefox-ähnliche Erweiterungsmöglichkeiten sucht man hingegen auch beim Opera vergebens. Der User wird darüber hinaus nicht automatisch über neuere Versionen des Browsers informiert und durch Updates damit ausgestattet.
Sicherheit
Der ersichtlichen Innovationsfähigkeit des Browsers steht jedoch das Fehlen eines privaten Modus gegenüber. Nicht nachvollziehbares Surfen am gleichen PC wird somit schwieriger, als bei den Browsern im Konkurrenzfeld, welche alle diese essentiell wichtige Funktion besitzen. Sieht man jedoch von dem nicht vorhandenen privaten Modus ab, schneidet der Opera beim Thema Sicherheit sehr gut ab. Alle gängigen Sicherheitsfunktionen sind vorhanden und es existieren derzeit keine bekannten Sicherheitslücken.
Fazit
Zusammenfassend betrachtet ist der Opera der wohl innovativste Browser im gesamten Vergleichsfeld. Funktionen, die erst seit neustem das Surfen vieler Internetuser vereinfachen, beherrscht der Opera bereits seit einigen Jahren standardmäßig. Daher ist es gleichzeitig verwunderlich, dass dieser Browser als eher unbekannt gilt. Das durch das Kartellamt veranlasste Browserauswahlfenster für Windowsbenutzer könnte dem Opera aber entsprechend neuster Statistiken zu einem weit größeren Marktanteil verhelfen. Weiterhin ist dieser durch das Ende März erschienene Update auf Version 10.51 zum schnellsten Browser im Vergleichsfeld aufgestiegen, auch die Sicherheit des Opera ist bis auf einen fehlenden privaten Modus vorbildlich. Allerdings bleibt es nach wie vor nur dem Firefox vorbehalten, allerlei Add-Ons und Individualisierungen vorzunehmen.
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http://www.meck-online.de
Quellen
- http://www.rp-online.de/digitale/internet/Die-fuenf-beliebtesten-Browser-im-Vergleich_bid_53033.html
- http://portal.gmx.net/de/themen/digitale-welt/internet/8711098-Browser-Special-zum-Windows-7-Start,page=5.html
- http://webstandard.kulando.de/post/2010/03/01/opera-10-5-mit-beeindruckender-browser-performance
- http://www.sueddeutsche.de/computer/922/506106/bilder/?img=4.0
- http://www.zdnet.de/news/wirtschaft_investition_software_opera_10_51_verbessert_sicherheit_und_stabilitaet_story-39001022-41529448-1.htm
- http://de.wikipedia.org/wiki/Opera
Zusammenfassend betrachtet ist der Opera der wohl innovativste Browser im gesamten Vergleichsfeld. Funktionen, die erst seit neustem das Surfen vieler Internetuser vereinfachen, beherrscht der Opera bereits seit einigen Jahren standardmäßig. Daher ist es gleichzeitig verwunderlich, dass dieser Browser eher als unbekannt gilt. Das durch das Kartellamt veranlasste Browserauswahlfenster für Windowsbenutzer könnte dem Opera aber entsprechend neuster Statistiken zu einem weit größeren Marktanteil verhelfen. Weiterhin ist dieser durch das Ende März erschienene Update auf Version 10.51 zum schnellsten Browser im Vergleichsfeld aufgestiegen, auch die Sicherheit des Opera ist bis auf einen fehlenden privaten Modus vorbildlich. Allerdings bleibt es nach wie vor nur dem Firefox vorbehalten, allerlei Add-Ons und Individualisierungen vorzunehmen.








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